Sandguß – Versuch macht Kluch

Manchmal muss man sich an Neues wagen. Oder vielmehr will.
Und weils mich auch immer mal wieder packt habe ich heute einen Kurs besucht. Sandguß mit Silber. Grundsätzlich zwei Dinge, die mir nicht unsympathisch sind. Also der Sand an sich und das Silber.

Zusammen zwei Dinge, die eine große Herausforderung sind.
Das Prinzip ist „einfach“ – für den, ders kann:

Man drückt einen oder mehrere Gegenstände in einer zweiteiligen Sandform ab, gräbt einen Gießtunnel, verschließt das Ganze mit Draht, schmilzt Silber mit einem Brenner und gießt es in die Form. Abkühlen, rauslösen, nachbearbeiten, Öse anlöten, Säurebad, bürsteln, teilweise polieren, freuen.
Soweit die Theorie.

Die Praxis war ein Kraftakt, vor allem fürs eigentlich urlaubsreife Nervenkostüm… Sandform herstellen, gießen – sieht nach nix aus – also neue Sandform, altes Ergebnis einschmelzen, gießen – merken das man schlauerweise die abgedrückte Schnecke nicht aus der Form genommen hat (das Schneckenhaus hat die Aktion unbeschadet überstanden), –  Sandform herstellen, gießen – zu wenig Silber benutzt – die Form nur halb voll, neue Sandform herstellen, gießen……….. und das alles mit großem Respekt vor Feuer und flüssigem Metall.

Jep. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Nach unzähligen mehr oder weniger schrägen Versuchen mit diversen Materialien, die ich größtenteils selbst mitgebracht habe, hab ich mich von all meinen Ursprungsideen verabschiedet. Nein, ich mache keine 3-4 Teile, Nein es wird doch kein Abguss von einem Seeigel oder einer Mohnkapsel (das war am Morgen noch mein Ziel *seufz*).
Ok, ich muss mich neu orientieren. Mit viel (auch und gerade mentaler) Unterstüzung wurde aus meiner Ursprungsidee etwas ganz anderes.

Struktur auf Struktur
Ein Stück Holz und eine 2x abgedrückte Meeresschnecke haben sich dann endlich zu meinem einen Schmuckstück zusammengefügt, und – hurra es hat geklappt. Auch das Löten hab ich noch hinbekommen. Das kleine letzte Stück ist der Silberrest – eine Buchstabensuppe…
Es war spannend, schön und aber vor allem anstrengend.  Wie einem doch so kleine, feine Dinge so viel an Energie und Entscheidungen – sich von Altem verabschieden und sich auf Neues einlassen – abverlangen können.

Jetzt bin ich platt. Mein neuer Schatz gefällt mir, aber ich muss mich erst noch mit ihm anfreunden, erinnert er mich doch jetzt täglich an diesen Kraftakt.

sandguss

7 Sachen/9

Schon wieder Sonntag, die Zeit rennt, drum hier frei nach Frau Liebe:

7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

7sachen9

1. Microtomaten geerntet. Das Gelbe ist eine normalgroße Cocktailtomate, die Roten sollten die gleiche Größe haben. Hmmm? Zu wenig Sonne?

2. Für Butternachschub gesorgt. Dann hol ich mir den Sommer halt so..Wildblütenbutter mal wieder, nach diesem Rezept hier, nur diesmal mit Dill.

3. Für Sprossennachschub gesorgt, diesmal Alfalfa… yammie

4. Mal wieder was gefilzt… was genau zeig ich die Tage…

5. Glühweingummibärchen gegessen. Passt zum Wetter. Hm

6. Wanderkarte studiert, eine Hüttentour soll es werden, wenns mal nicht regnet…

7. Handgestrickte Wollsocken angezogen. Wetter go home!

NunoFisch am Freitag

Jetzt hab ich mich endlich mal drangewagt …  und mich im Nunofilzen probiert. Wieder mal autodidaktisch, einfach durch ausprobieren. Wie immer wenn ich was neues probiere wird es ein Fisch. Aufgefilzt ist er auf einen blauen Baumwollschal, der eine durchlässige gewebte Struktur hat.

nanofisch

Mehr Fisch gibts wie immer Freitags bei Frau Rieger

So viel Leben…

in vielen, vielen Alben.

Meine ersten gut 10 Fotoalben sind noch von meiner Mama geklebt und schön beschriftet. Irgendwann vor gut 15 Jahren ging es los, daß ich mehr und mehr selbst fotografiert und meine eigenen Alben geklebt habe. Und nicht nur das, ich habe auch angefangen meine eigenen Alben zu bauen, und die sind, na sagen eine wir mal alles andere als klein. Angefangen in klassischen Buchbindetechniken, eine Zeit lang mit abendteuerlichen Tierfellimitaten und inzwischen überwiegend mit Stoff bezogen hat sich da ganz schön was angesammelt. Die Urlaubsalben haben überwiegend hinten drin noch ein Fach, bestehend aus einem Umschlag, einer Papiertüte oder Ähnlichem zum Aufbewaren von Infos, Eintrittskarten und sonstigen Schnipseln. Zu all den privaten Alben kamen in den letzten Jahren noch unzählige Spiralalben mit Bodypaintings dazu. Und so langsam hab ich den Überblick verloren. Drum hab ich mich mit lieber Hilfe drangemacht alle zu beschriften. Damit man die Alben nicht immer alle aus dem Regal zerren muss, hat jedes einen ausgestanzten, handbeschrifteten und laminierten Anhänger bekommen. So ist fix klar, was wann war und wo drin ist. Es hat ein wenig Zeit gebraucht, und am Ende auch Überwindung gekostet aber jetzt bin ich soooo froh, es geschafft zu haben.

fotoalben-tags

Butter bei die Fische -Kressebutterherzen

Es gehört grad zu meinen Lieblingsbeschäftigungen alles was würzig und fein ist aufs Brot zu bringen.  Heute also aus der Reihe – was wächst denn da und wie ess ichs heut –

Kressebutter

– 1/4 Butterstück
– 2 Esslöffel Kressesprossen
– ein paar Basilikumblüten (vom roten Basilikum) und ein wenig Kornblumenblütenblätter  zum hübsch machen
– 1 Teelöffel Flingsalt (das sind diese abgefahrenen Salzflakes, die schmecken nochmal extralecker)

Wie immer die zimmertemperierte Butter mit allen Zutaten vermischen, mit einer Gabel gehts am besten. Anschließend kann, wer mag die fertig abgeschmeckte Butter mit einem Horn (äh ich glaub allgemein heißt des Ding Teigschaber) in eine hübsche Eiswürfelform streichen – die hier ist vom Möbelschweden, uralt und nur für Wasser! (Also obacht, wer weiß schon was passiert wenn Silikon mit Butter in Berührung kommt). Die Butterherzen gehen dann für ein paar Stunden in den Froster, sobald sie anständig fest sind, kann man sie rauslösen und im Kühlschrank aufbewaren. Vor dem Essen ruhig eine Zeit lang rausstellen, denn auch diese Butter darf ein bissl „ziehen“.
So, ich hol mir jetzt ein frisches Brot….

kressebutter

Aus der Reihe „Zum Neihockn“: Kräutersalat mit Sprossen

So. Sommer ist was in deinem Kopf passiert. Das wussten schon die Wise Guys.
Da sich der Sommer dieses Jahr doch sehr bitten lässt und ich schon kurz davor war den ersten Kürbis zu ner leckeren Herbstsuppe zu verarbeiten, erkläre ich diese Woche zur Woche der Sommeressen.
Mal schaun was draus wird.

Heute gehts los mit
Kräutersalat mit Sprossen

krautersalat

Einmal in den Garten gescheppert (wer keinen Garten hat, keine Panik, das meiste lässt sich auch auf der Fensterbank ziehen) und da gibts :

Insgesamt zwei Hände voll:
– Basilikum
– rotem Basilikum
– Petersilie
– Schnittknoblauch
– Schnittlauch
– Purpursalbei
– Salbei
– Blutampfer

das alles grob, aber wirklich nur grob, mit dem Messer Schneiden und ab in die Schüssel
dazu:

– eine Hand voll milder Sprossen (kamma kaufen oder selber im Glas züchten)
– eine halbe gelbe Paprika
– 4 Cocktailtomaten
– einen Schwung schwarze Oliven
– ein paar Fetawürfel
– ein Viertel Salatgurke

Alles ab in die Schüssel, mit Salz und Pfeffer aus der Mühle bestreuen mit einem milden Olivenöl und Dattelbalsamessig anmachen (gibts beim lokalen Flaschenbefülldealer und lohnt sich). Oben drüber kommen 2 Teelöffel Wildblütenmischung (gerne die von Herbaria) dazu ein leckeres Brot und aaaah.  Zum Neihocken guad.