Bretonisches Schlehenglück

So. Wieder zurück aus Frankreich. Eigentlich noch gar nicht richtig wieder angekommen, mit vielen neuen und alten Eindrücken im Kopf und im Herzen und jeder Menge Fundstücke im Gepäck. Die meisten vom Strand, aber auch einige von Sträuchern und Bäumen, drum muss ich fix sein und hab heute schon mal die empfindlichsten verarbeitet.

Wer Schlehen mag und selbst pflückt und verarbeitet kann in der Bretagne das absolute Glück finden. In den Salzgärten von Guerande gibt es Schlehensträucher, ach was sag ich ganze Hecken und die Büsche tragen die Früchte in Hülle und Fülle, so das man es sich leisten kann nur da zu pflücken wo man absolut gut hinkommt (als keine „Bückware“). Und das haben wir genutzt und uns in einen Schlehenrausch gepflückt. Gut drei Kilo sind es geworden.
Da die Früchte nur genießbar sind wenn sie Frost abbekommen haben sind sie erst mal für gut 1,5 Wochen in den Froster gewandert, und sind dann im Thermopack nach Deutschland gereist. Und weil es nichts feineres gibt als Schlehenlikör hab ich mich heute gleich drangemacht.

Um richtig feinen Schlehenlikör zu machen habe ich mir 2 große 5 Liter Weckgläscher gekauft…

Man braucht dazu:

3 kg Schlehen, mindestens eine Woche eingefroren, wieder aufgetaut, schön zermanscht
3,5 kg braunen Kandiszucker
4 Vanilleschoten
2 Zimtstangen
6 Gewürznelken
4,5 Liter Wodka (es geht auch Korn)

Man kann auch gut mit einem Kilo Schlehen arbeiten, dann einfach das Rezept runterrechnen.

Die zermanschten Schlehen werden auf die 2 Weckgläser verteilt und locker eingefüllt.
Anschließend den Kandiszucker verteilen, die Gewürze oben drauf, zum Schluß den Wodka aufteilen und die Gläser auffüllen.
Deckel drauf und jetzt kommt das langwierigste: WARTEN.

Die verschlussenen Gläser sollten mindestens 6 Wochen stehen, damit sich die Aromen gut entfalten können. Wer mag kann die Gläser gelegentlich Schütteln, muss aber auch nicht sein. Richtig fein wird der Schlehenlikör wenn man ihn ein ganzen Jahr stehen lässt. Aber des muss jeder selber wissen.
Wenn man sich entschließt den Likör abzugießen:

Die kompletten Gläser durch ein Sieb leeren, den abgegossenen Likör dann in Flaschen abfüllen, beschriften, genießen.

Die aufgefangenen Schlehen lassen sich dann noch wunderbar zu Gelee verarbeiten, dazu bald mal mehr.

schlehenlikor

So ich lass die Gläser  jetzt ein Jahr lang stehen.. denn bald der Schlehenliklör vom letzten Jahr fertig.

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Ein Kommentar zu “Bretonisches Schlehenglück

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