Ein feines Korkentascherl

.. spaziert jetzt schon seit fast 10 Jahren mit mir rum.

Korkentasche

Warum?… Hm das kam so…
Zu Zeiten wo ich mich noch mit meiner zweiten Ausbildung amüsiert habe gab es in der Ergoschule viele abenteuerliche Aufgaben zu bewältigen. Eine dieser Aufgaben war eine „Anleiterübung“, sprich jeweils eine von uns sollte vier andere in einer Handwerkstechnik anleiten und um den Spaß komplett zu machen diese Anleitung auch schriftlich ausklamüsern, die Technik in alle 1000 Einzelteile (ganz fachlich, ganz therapeutisch, juheee) zerpflücken um sie zu analysieren und rauszufinden und was, wie, wo, wann, womit und warum gefördert etc wird. Bandwurmsatz.

Nein wir Ergotherapeuten basteln nicht, und wenn dann scho gar net einfach nur zum Spaß.

Jawollja.

Als besagte Anleiterübungen eben verteilt oder gelost oder was weiß ich wie unters Volk gebracht wurden, hatte ich das Thema „Marionetten aus Korken“ gezogen. Und dran war ich irgendwann ganz zum Schluß.
Als wir da dann mal wieder in irgend einer Pause rumsaßen kam die unvermeindliche „Wer hat was wie gemacht und wieweit seid ihr schon und ich kann des net -Panik“ auf (15 Frauen und ein Kerl, mehr muss ma zu Panik nicht sagen) und irgendwer hat mich gefragt wie weit ich denn schon sei. Ähm, ja. Die offene Antwort war.. ich bin noch am Korken produzieren.
War nur Spaß.
Hätt ich mal besser nicht gesagt.
Tags drauf kam dann eine Klassenkameradin mit einem riiiiiiiiiiiiiiiiesengroßen Sack voller Korken angerannt. Und dann hatte ich sie. Die Korken. Die nicht unbedingt große Lust besagte Anleiterübung auszuarbeiten. Die Idee.
Die Idee was ganz anderes draus zu machen.
Weil wenns schon so viele Korken gibt dann kann ma ja auch eine Tasche draus machen. Fortan hab ich mir dann gute sieben Abende um die Ohren geschlagen … äh ja ma hätt auch lernen können … und mit viel Getüftel und am Schluss auch blutigen Fingern.. Korken bohren ist Mist, ganz großer Mist, ist die erste Tasche entstanden.
Der Prototyp, das gute Stück, das mich seit dem so gut wie jeden Tag in die Arbeit begleitet als Brotzeitkorb. Und über den ich mich jeden Tag wieder freue.
In Serie gehe ich damit sicher nicht. Weil so ein Stück eigentlich unbezahlbar ist.
Einen weiteren hat meine beste Freundin vor Jahren bekommen. Sie nutzt ihn auch sehr oft.
Und ein drittes Stück hab ich mal für den Laden gebaut. Eigentlich ist er unbezahlbar. Aber ich mach mal ne Ausnahme

9 Kommentare zu “Ein feines Korkentascherl

  1. Ich hab den Korb in Deinem Lädchen gesehen und finde ihn sehr originell. Da ich auch eine riesige Korkensammlung habe werde ich auch mal was draus basteln. Man könnte auch Übertöofe machen, die sind dann wetterfest im Garten. Mein Mann hat die Augenverdreht – Männer!!!
    Aber eine Schweinearbeit ist es bestimmt.

    LG
    Brigitte

  2. Pingback: 30 Tage 30 Dinge

  3. Ich sauf seit Jahren – jetzt weiß ich endlich wofür! Ich kann garnicht mehr aufhören zu kichern, war ich doch auch mal in der Ausbildung zur Arbeits- und Gestaltungstherapeutin… Herzliche Grüße aus Berlin, Berthild, die sich respektlos Basteltante nennt

  4. Pingback: Vom Korkenwahnsinn und der Viecherschar | andiva

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