Blick durchs Schlüsselloch

Wollt ihr mal splinsen? An so nem Aprilsonntag, rein Wettertechnisch, ist kruschteln ja gern meins. Und wenn ich schon kruschtel und ein bissl aufräum, da dacht ich mir, kann ich auch gleich die Kamera in die Hand nehmen und euch meine Microwerkstatt zeigen.
Das Ding ist, ich bin eine Kruschteltante. Das Große Neonleuchtschil-d in meinem Kopf blinkt schier unablässig und schreit: „Des kamma bestimmt noch mal brauchen.“
Was ja schön ist. Wenn man eine Lagerhalle besitzt. Was aber eben nicht der Fall ist.
Und es ist ja nicht so, das ich aus den Sachen net noch irgendwann was machen würde. Aber eben meist nicht gleich. Und so sammelt sich das Material an, es wird was dazu gekauft, noch mit diesem und jenem ergänzt… Immer wieder ist es auch so, das ich Dinge finde, bei denen ich noch gar nicht weiß was draus werden soll. Die aber trotzdem mit müssen. Und wie das so ist, wenn die Dinge nicht wirklich einen festen Platz haben landen sie irgendwo. Hier eine Schublade, da ein bischen platz im Schrank…. und schwupps ist die ganze Wohnung an allen Ecken gefüllt mit Schätzen, die ich noch mal verarbeiten will. Teilweise vergess ich sogar, das ich die Sachen habe. Und irgendwann hat es sogar mich genervt, überall und nirgends zu werkeln, weil ich keinen wirklichen Platz habe.

So kam es wie es kommen musste, der große Pfingstrappel hat mir eine Renovierung beschert, von der ich mich irgendwann noch mal erholen muss.
Der Plan war, eine Werkstatt muss her. Da der Raum dafür fehlt (2 Zimmer, großes Wohnzimmer, kleines Schlazi, Küche im Wohnzimmer, halboffen) und ich mich einfach gern im Wohnzimmer aufhalte (ok, die Auswahl ist in diesem Schloß jetzt auch net so groß), war schnell klar die Werkstatt muss ins Wohnzimmer.
Also alles ausgeräumt, entkernt, gestrichen, neuer Boden rein und umgestellt. Der alte, runde Esstisch kam raus, dafür ein Eckiger her, das Sofa wanderte auf die andere Seite des Raumes, in die „kleine Ecke“, so dass die große Wand frei wurde. Die Essecke kam damit dann in die eine Ecke der Wand, ein halbhohes Regal (welches Material beherrbergt) trennt denn Essbereich von der Werkstatt. Die Werkstatt, gerade mal knappe 4m² groß besteht aus drei Regalen, 2 Regalbrettern an der Wand und einem genau ins Eck angepassten Tisch, der direkt an der Wand an der Heizung steht und den passenden Ausschnitt hat um eine gute Zirkulation zu gewährleisten. Da die Ecke lichtmäßig nicht so der Hit ist hab ich mir eine anständige Werkstattischlampe gekauft, die dank Magneten schon wieder wunderbar als Ideenbeherrberger dient. Ein langer Schubladenkasten auf dem Regalboard beherrbergt 1000 Zangen, Drähte, Bohrsätze, Stifte und sonstigen Krempel. Alles was ich brauche ist in Kisten untergebracht, und da alles so klein ist muss ich mich nur auf meinem chicken lila Sessel drehen und nicht mal aufstehen… Die Regale, die ich von der Couch aus einsehen kann haben noch Rollos bekommen, so verschwindet der Krempel und es ist deutlich günstiger, als Schränke, für deren Türen auch nicht wirklich Platz gewesen wäre …
Der ganze Aufwand hat sich gelohnt, ich freu mich wie Bolle über meine Werkstatt und in der Praxis hat sie sich auch schon bewährt.

Werkstatt 2012-07-222

Werkstatt 2012-07-221
Vom Esstisch in die Werkstatt geschaut und andersrum. Vom Sofa aus auf beide Ecken.

Werkstatt 2012-07-223
1000 Kruschtelecken und ja, auch alte Schätze wie der Hahn, den ich irgendwann in der Grundschule gedengelt habe, dürfen in der Werkstatt wohnen.

Und bei euch so? Wie werkelt ihr? Nicht das ich neugierig wäre …

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Ein Kommentar zu “Blick durchs Schlüsselloch

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