Analoges Bloggen. Hä? Bloggen 1.0. Ja! Des geht.

Wie jetzt? Analoges Bloggen?
Ja. Des is machbar.
Warum?
Weil es immer wieder Menschen gibt die nicht online sind.
Wie jetzt?
Ja. Is so!

Analogblog 2013-06-19

Seit Anfang Juni ist die Frau auf und davon, sie verbringt den Sommer arbeitender Weise auf einer Berghütte in den Allgäuer Alpen. Auf 1846m über dem Meer. Ohne Internet, ohne Glotze und auch sonst eher simpel. Ich hock derweil ziemlich genau 1000 Höhenmeter weiter unten im Tale und schreibe.
Jeden Tag eine Karte mit Foto oder Collage. Bilder aus dem Garten, Bilder von abendllichen Radltouren, Fotos aus dem letzten Urlaub.
Ein paar Zeilen satt zu telefonieren. Das geht nämlich auch mehr schlecht als recht und nur alle paar Tage. Die Verbindung ist mau.
Ein Stück Leben teilen aus der Ferne. Darin sind wir eigentlich recht geübt. Die Wege sind nur jedes Mal ein wenig anders. Dieses Mal eben so. Einmal die Woche gehen die Karten per Post nach Hindelang und ich hoffe immer, das jemand hochgeht, der den Boten spielt. Auf Berghütten wird die Post nämlich nicht einfach so zugestellt. Jedenfalls nicht auf dieser. Diesmal sind noch ein paar handgenähte Herzteebeutel mitgereist. Erkältung ist doof.

Jetzt such ich noch ein paar Bilder und schreibe wieder… das nächste Päckchen bring ich nämlich persönlich vorbei. Ich freu mich schon.

Wir haben ein gemeinsamens Leben gewählt das sich immer wieder wandelt und immer wieder wandeln darf. Nah- und Fernbeziehung, momentan dann eben Hochtiefbeziehung (die 1000 Höhenmeter…)
Ich gaube es braucht nicht immer die richtigen äußerlichen Bedingungen, sondern die richtigen zwei Menschen.
Ich bin neugierig. Wie ist es bei euch?

Advertisements

4 Kommentare zu “Analoges Bloggen. Hä? Bloggen 1.0. Ja! Des geht.

  1. …toll – manchmal funktioniert es! Dein Block begeistert mich still – immer wieder zauberst du ein Lächeln, wenn ich lese und schaue. Liebevoll… .es gibt immer wieder Möglichkeiten – ich hatte gestern (mit 49) ein Date mit meinem Bruder, 46 -das erste, wo wir beide- alleine, entspannt zusammen die Stunde genossen haben- zwei Karriere Menschen, die immer einen Termin haben. Irgendwo und „unbedingt“ etwas noch schnell erledigen müssen – und anderes verschieben – vertrösten… wir waren eigentlich auch zum Abholen eines Nähschranks verabredet- er hat das Auto und den Führerschein und ich nur einen Journalisten, der mit Kamera und Hektig bis Mitternacht regional via Öffentlichen und Fahrrad unterwegs ist. Tja – Beide konnten wir etwas früher und ich hab mir nicht die Mühe gemacht, jetzt auch noch den Ex-Besitzer des Schrankes zu überreden, früher zu kommen. Eine echt kostbare, persönliche Stunde… . Ist mir und meinem Bruder dann auch so aufgegangen. Immer war jemand sonst dabei – Familie- und natürlich Geschwister- Konkurenz bei den Eltern.
    Einfach nur mal so melden? Ich lass ihn in Ruhe, damit er sich Zeit für seine Familie nehmen kann; erlebe aber auch die Familientreffen bei meinem Liebsten, die mich immer auch gerne da einbinden. – wenn ich will und kann. Und ich weiß um andere Familienbande, die sich auch extra einen Block machen ließen, um einander zu begegnen- da sie auch äußerlich weit entfernt voneinander sind. manchmal sind Berge und Täler dazwischen – Imaginäre und tatsächliche – Der innere Weg aufeinander zu ist der, der wchtig ist – wenn unser Blick frei ist, dann werden wir ihn „sehen“ – denn meist ist er uns selbst 🙂 Ich wünsch Dir wundervolle Begegnungen mit tollen Menschen und schön, dass du mein virtuelles Leben bereicherst! Britta

  2. Doch die meisten von uns vermeiden oder verdrängen die Spannung in einer Beziehung und bevorzugen die Leichtigkeit und Bequemlichkeit einer befriedigenden Abhängigkeit.
    Krishnamurti *♥bemekenswerterBLOGbeitragmitspürbarerLIEBE*

  3. Oh, sehr sympatisch das „analoge Bloggen“ , Bilder, Papier und Liebe in den Händen halten weckt ganz altmodische und romantische Gefühle!!! Ich bin neugierig und lerne hier jeden Tag was Neues aber irgendwie ist mir diese virtuelle, schnelle Internetwelt doch immernoch ein wenig unheimlich :/
    Eine schöne Zeit dort oben, genieße die Ruhe!
    Grüße von Annette

  4. Pingback: Fisch am Freitag ::250:: Zweihundertfuffzig | andiva

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s