Fisch am Freitag 101

Wieder mal roher Fisch. Na Fastfisch.

Kematen und Co 2013-11-262

Ein Sammler soll er werden, der Wal. Mehr dazu, wenn er wieder rauskommt aus dem Ofen.. da steckt er nämlich grad drin.
Und ich hab mir angewöhnt mich mit Keramiken erst anzufreunden wenn sie heil wieder aus dem Ofen sind….

Hurra, die zwei Gewinner vom letzten Freitagsfisch sind schon ausgelost….

Je einen Minifischschwarm gewonnen haben:
Lose 002

Jan und Mickey!

Bitte schickt mir eure Adressen übers Kontaktformular damit die Fische ganz fix losschwimmen können.

Und bei euch so? Wie jeden Freitag sammle ich hier wieder alle Fische die ins Netz gehen. Gern kannst du deinen Fisch mit einem Kommentar verlinken…

Adventslichterglanz zum Mustermittwoch

Adventskalender 2013-11-22

Es muss nicht immer das Rad neu erfunden werden. Manchmal reicht es sich an die guten alten Dinge zu erinnern.
Vor ein paar Tagen hab ich in der Arbeit die gute alte Prägefolie wieder ausgegraben. Prickeln ist was feines für die Koordination und Feinmotorik. Weder Prickelnadeln noch -unterlagen hab ich. Aber selbst ist die Ergotante.

Goldlamperl 2013-11-22

Ein Stück Styropor, ein Streifen Prägefolie, mit ein paar Nägeln fixiert. Muster mit Zahnstocher und Lineal geprickelt, Folie runter, zugeschnitten, zum Ring geklebt, Glas mit Kerze rein und schon können die dunklen Tage kommen. Die Kinder haben auch ihren Spaß an dieser simplen Technik.

Öfter mal was altes..

Mit meinem kleinen Muster hüpf ich mal zur Frau Müllerin, die wie jeden Mittwoch feine Muster sammelt. Sternenmuster hat sie sich gewünscht.. hier ist eines, entstanden noch bevor ich davon wusste…

Das erste Kerzerl brennt (Wegen Reichtum geschlossen!)

.. dann doch glatt auch bei mir schon am 1. Advent.

Adventsstanga 2013-12-012

Adventsstanga 2013-12-011

Es kam die letzten Jahre vor lauter Weihnachts- und Marktäktschn quasi so gut wie gar nicht mehr vor. Aber heuer brennt das erste Kerzerl auf meinem – ja wie nenn ichs, Kranz isses keiner, Gesteck auch nicht, nenn ichs Adventsmeter – pünktlich am ersten Advent. Die alljährlichen Kugeln haben sichs unter Weingläsern gemütlich gemacht, dazu ein altes Stadlbrett, ein paar feine alte Spitzen (danke Ulla!) und kugelrunde Kerzen. Fertig ist ein Stück neue Adventszeit. Dazu der gute alte schatzgehütete Adventskalender, der mich schon mein Leben lang begleitet, ein paar selbst gebackene Plätzchen und ein wenig Zeit. Meine Lebenszeit.

Adventsstanga 2013-12-01

Die Adventszeit kann kommen.

Lange hab ich überlegt, wie ich die Marktsaison gestalten soll. Die letzten Jahre hatte ich mit Brotjob und Markt + Onlineladen Nummer 1 und Nummer 2 quasi gar keine wirkliche Vorweihnachtszeit, sondern nur noch Warenlager und Produktionsstätte in meiner Bude. Der örtliche Weihnachtsmarkt hat sich mehr und mehr zu einer Fressstandaneinanderreihung mit dekorativen Standelementen entwickelt. Nicht das, wo ich mit meinen Sachen richtig bin. Nicht das, wo ich tagelang stehen will und als Informations- und Inspirationszentrum (.. des kann i au selba baschtln) dienen mag.

Drum bin ich nicht mehr dabei.
Ich habe Nein gesagt!

Ein weiteres Ding der Unmöglichkeit ist die Rabattmentalität von Dawanda, dem Anbieter, bei dem ich mit meinen beiden Läden momentan noch bin. Jahr um Jahr versucht dieser Anbieter den Shopinhabern zu suggerieren, dass sie, wenn sie !Alle! ihre Produkte in der Vorweihnachtszeit für 2 Wochen zu einem vorgegebenen Rabatt anzubieten besonders viel Gewinn machen und damit besonders beworben zu werden. Es braucht kein BWL-Studium um sich auszurechnen, dass individuell hergestellte, handwerkliche Produkte, die meist von Einzelpersonen gefertigt werden, die neben der Herstellung auch die Buchhaltung, die Ideenentwicklung, die Versandabteilung, die Sekretärin, die Logistik, die Lageristen und die Putzfrau sind, nicht wirklich geeignete Produkte sind um große Rabattspannen bieten zu können. (Schachtelsatz, yeah!) Wie gesagt, es handelt sich um Handwerk. Um Können. Um Individualität. Um Leidenschaft! Wer dran verdient, ist klar. Der Anbieter, der Gebühren dafür bekommt.
Nebenzu noch die Unart auf einer Verkaufsplattform nur noch mit DIYs zu werben, sprich Anleitungen um Dinge selbst herzustellen, mit denen andere auf eben dieser Plattform ihren Lebensunterhalt verdienen wollen oder müssen.

Drum bin ich nicht mehr dabei.
Ich habe Nein gesagt!

Es braucht im Schneller, Höher, Weiter manchmal Mut.
Mut Nein zu sagen.
Mut eigene Wege zu gehen und sich nicht von allgemeinem „Du musst, sonst gehst du unter…“ anstecken zu lassen.
Denn so gern ich ich neues Entwickle, Ideen umsetze, tüftle, verwerfe, umdenke und Feines, Neues daraus entstehen lasse, ich mach das nicht um jeden Preis.
Bei aller Freude, die mir die Herstellung meiner Produkte macht, ich verkaufe um Geld zu verdienen. Um damit Kosten zu decken und am Ende auch was übrig zu haben. Ja, meine Zeit kostet Geld. Das bin ich mir wert. Drunter mach ichs nicht.

Oder, wie ich heute wieder in einer Werkstatt gelesen habe:
Ich weiß, dass ich es wert bin, für gute Arbeit gut bezahlt zu werden.

Ich bin mir sicher, es gibt Menschen, die Handwerk wertschätzen. Erst letzte Woche auf einem tollen Markt in Österreich habe ich genau das wieder erfahren. Nicht, dass ich deshalb jetzt wegen Reichtum geschlossen habe.
Nein, ich bin reich. An Erfahrungen und an Ideen.
Neben dem direkten Kontakt mit den Kunden und feinen Verkäufen ist auch verbalisierte Wertschätzung Gold wert. Lässt mich weiter machen. Meinen Weg gehen. Aus Überzeugung.

Jetzt ist wieder Weihnachtsmarktzeit. Wenn man Zeit dafür hat eine feine Zeit. Zeit um Freunde zu treffen, Glühwein zu trinken und sich umzusehen. Aber auch Zeit um inne zu halten.
Zu überlegen was auf den Gabentisch soll.
Was Freude bringt.
Und Nachhaltig ist.

Weil etwas hergestellt wurde.
Wer es gemacht hat.

Die Entscheidung kann jeder selbst treffen. Vielleicht lässt sich der ein oder andere ja inspirieren, mal über handwerklich hergestellte Produkte nachzudenken. Und diese bei den Handwerkern direkt zu kaufen. Ob auf dem Weihnachtsmarkt oder online. Die Kunsthandwerker freuen sich, wenn sie nicht nur als Dekoration auf den Märkten stehen. Und auch die Onlinekunsthandwerker freuen sich, wenn ihre Arbeit honoriert und wertgeschätzt wird. Wenn ihre einzigartigen Stücke einen neuen Besitzer finden, der sie schätzt.

Ich gehe die nächsten Wochenenden auf Weihnachtsmärkte und in die kleinen Läden im Ort. Dort werd ich sicher Dinge finden, die meinen Lieben Freude bereiten.