Vom tun was man liebt

Tu was du liebst. Mach Dinge mit Freude. Mach Dinge für dich.
So leicht gesagt, so schwer umgesetzt. Wie oft kommt einem doch der Allteag, das Leben, der Job, die Verpflichtungen, der Hunger, das um andere kümmern oder sonst irgendwas dazwischen.
Oft, viel zu oft komm ich nach der Arbeit heim und erledige noch bis in den späten Abend Dinge die gemacht werden müssen. Genauso oft sind es Sachen die im Laden anfallen. Und meine Onlineshops mach ich ja „nur“ nebenbei.

Nachdem das greße Peng vor einigen Wochen zum erstmaligen Abkapseln ins kleine Schneckenhaus geführt hat, hab ich inzwischen wieder die Kraft mich um mich selbst zu kümmern.
Und Stück für Stück wieder Dinge zu finden die ich gern mach oder einfach ausprobieren mag.

Weihnachtsgewerkel 2014-12-126

Was für mich, etwas wo ich nichts muss. Nur mag.
Also hab ich mich für einen Aquarellkurs angemeldet.
Wir treffen uns wöchentlich, der Kursleiter gibt Tips und unterstützt. Zeigt Techniken und lässt uns schauen und beobachten. Verschiedene Bilder und Fotografien, Pflanzen und so weiter. Lässt uns gemeinsam überlegen und erkennen wo Details sind, die bestimmte Pflanzen von anderen unterscheiden. Wo Licht und Schatten ist. Hell und dunkel. Erläutert Stile und lässt uns malen.

Spannend finde ich, das jeder von uns Kursteilnehmern anders an sein Bild rangeht. Das bei allem Technischen und bei allem was wir gemeinsam sehen, einfach immer 8 verschiedene Bilder entstehen. Weil jeder ander an die Sache rangeht. Das es kein richtig und kein falsch gibt.
Entspannend finde ich, das ich bei mir jedes Mal wieder die Lust am ausprobieren entdecke.
Ich male wie es gerade kommt. Mein rangehen ist nicht, die Dinge die ich sehe so abzubilden wie ich sie sehe (da fotografier ich sie lieber).
Mein Weg ist der, die Farben fließen zu lassen, zu experimentieren, loszulassen, loszulegen und zu schauen was passiert. Mein ganz eigenes Tempo zu finden und im Fluss zu sein. Inne zu halten, zu schauen, nachzuspüren.

Mal gefällt mir was ich male, mal auch nicht.
Die Freiheit zu haben, nichts falsch machen zu können. Nicht zu selbstkritisch zu sein. Etwas einfach stehen zu lassen, ohne mich rechtfertigen zu wollen. Mit einem wohlwollenden Selbstverständnis für das was ich tue und wie ich es tue.

Eben was für mich und mit mir zu tun. Bei mir zu sein.
Ein Schritt ist getan. Stück um Stück mag ich mir meine Freiräume wieder schaffen. Die mich auftanken lassen auch zwischen den Urlauben.
Denn was nützt das immer tun und machen und springen wenn ich selbst auf der Strecke bleibe.

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3 Kommentare zu “Vom tun was man liebt

  1. Das finde ich mal eine super Idee… Einfach mal was Neues ausprobieren, mal eine neue kreative Richtung einschlagen. Das kann nie schaden und eröffnet neue Möglichkeiten, sich kreativ zu entfalten und das tut der Seele bestimmt auch gut!… Bei mir steht schon lange mal einen Töpferkurs auf die Wunschliste. Mal sehen, ob ich das im nächsten Jahr irgendwann schaffe…

  2. „Das Glück besteht nicht darin,
    daß du tun kannst, was du willst,
    sondern darin, daß du immer willst, was du tust.“

    Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi *♥knuddel*

  3. jepp, genau so ist es richtig 🙂 Ich kenne das vom tanzen, da gibt es auch kein richtig und falsch und selbst bei Choreografien hat jede noch ihren eigenen Ausdruck.
    Das Bild ist übrigens superschön geworden!

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