Wir sind die Braut – Unsere Berghochzeit

Wie ihr habt auf dem Berg geheiratet, so richtig? – Ja das wurden wir jetzt öfters gefragt. Und Ja, das geht.
Da wir eine rein standesamtliche Trauung wollten und in den Bergen daheim sind#, war bald klar, wenns geht dann würden wir gern auf dem Berg heiraten. Zum Glück geht das hier bei uns ums Eck in den Ammergauer Alpen auf dem Hörnle.
Nach dem obligatorischen Anmeldepipapo im Standesamt daheim, hatten wir bald einen Termin in Bad Kohlgrub, bei einer wunderbaren und sehr herzlichen Standesbeamtin, mit der wir alle offenen Fragen klären konnten und die sich auch die Zeit nahm unsere persönliche Geschichte zu hören und eben in ihre Traurede einzubauen.

Da die Trauung unter freiem Himmel auf dem Hörnle nur stattfinden kann wenn es trocken ist und dies im Ernstfall auch erst am Morgen des Hochzeitstages entschieden wird, haben wir für uns entschieden das wir zur Trauung die Familie einladen und mit allen Gästen zusammen dann am Nachmittag feiern.
Hätte es geregnet, hätten wir auf ein sehr kleines Trauzimmer im Dorf ausweichen müssen und wir wollten niemanden im Regen stehen lassen.

Beim Frisör sitzend haben wir dan per Handy die Nachricht bekommen das wir auf jeden Fall die Trauung oben machen – das Wetter sah net so rosig aus, aber unsere Standesbeamtin war optimistisch. Und wir wirklich froh drum. Es blieb trocken und am End kam sogar die Sonne raus.

Also sind wir schon um halb 10 Unr morgens hochgegondelt – aufs Hörnle geht eine wunderbare nostalgische Schwebesesselbahn – um mit Frauzeugin, Ringmädchen und Fotografen vorher schon Bilder zu machen. Mit im Gepäck hatten wir ein handgebundenes Stammbuch (Logo mit eigenem Stempel und Atlas) zwei kleine handbezogene Flachmänner mit je einem Stamperl bestem Waldler, schließlich wollten wir zwei mit einem feinen Brand anstoßen und natürlichh auch Körbe mit Brotzeit.
Die Fahrt in der Schwebebahn war frisch, aber wunderbar. Es war einfach Zeit die wir zwei nur für uns hatten und das ist am Tag der Hochzeit was sehr wervolles um ein bissl runter zu kommen.

Bergblog

Unsere Familien sind dann um kurz vor 11 Uhr oben gewesen, die Standesbeamtin hat den Berich ums Gipfelkreuz abgesperrt und die Trauung konnte beginnen. Es war… wunderbar. die so wichtige Unterschrift nach dem JA haben wir eben einfach auf einem Klemmbrettl geleistet. Es kann so einfach sein. Wie es so ist mit der ganzen Aufregung, ich kann mich nicht mehr an alles erinnern. Ist dann doch ein bissl wie ein Film. Aber das Gefühl im Bauch war toll und ist es immer noch. Und jetzt haben wir einen Ring am Finger…

Ringe

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Weils der Wahnsinn eh schon seinen Lauf nahm im Vorfeld beim dekorieren haben wir für das Traubankerl natürlich eine kleine Atlasgirlande gestempelt…
Und als all das offizielle rum war haben wir natürlich angestoßen – mit feinem Bier und Radler für alle – logo selbstgelabelt. Was sonst. Und einem ganz kleinen Schluck Waldler für uns Bräute. So ein Ding für und von uns.
Ein paar Schnittlauchbrezen gabs für den kleinen Hunger und ein paar Parmesanschifferlplätzchen musst ich auch noch backen. Was willst machen.

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Frisch gestärkt gab es dann noch ein paar Familie -in allen Konstellationen- Fotos und wir sind gemeinsam wieder runtergegondelt um dann mit unserem tollen Hochzeitsauto wieder heimzudüsen und ganz kurz vor der Feier nochmal die Füße hochzulegen.

Bergfoto

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Wir sind die Braut – die Raumdeko

Wenn man das Glück hat sich raumdekotechnisch voll austoben zu können und auch noch ein Haufen Atlanten zum verwurschten vorhanden sind, dann bietet sichs an, erstmal Girlanden zu nähen.
Also wild losgestanzt mit zwei unterschiedlichen Kreisstanzern und ein bissl Kupferfolie zusätzlich zum Atlas (Kupfer war unsere ergänzende Farbe zum Atlas, für ein bischen Glitzer) und dann ab damit durch die Nähmaschine. Immer 20 Meter auf Baumwollgarn im Zickzackstich, das geht echt fix wenn man sich einen Abstand merkt und wird recht gleichmäßig, aber trotzdem spannend, weil ja das Atlaspapier recht abwechslungsreich ist. Aufgewickelt auf dicke Pappen lassen sich die Girlanden super lagern.

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Am End (oh mei, es könnt ja nicht langen) waren wir dann bei gut über 100 Metern. Sag mas wies is.. 70 hätten auch gereicht.
Aber mei.

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Und weils so schön war und ja immer noch Atlas übrig (fragt nicht!) hab ich dann nochmal fix an einem Nachmittag ein paar/80 Atlasherzerln getackert und auf Garn aufgefädelt. Weil kann man sicher auch noch brauchen. Haben wir auch untergebracht…

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Es ist manchmal einfach Glück im richtigen Moment, wir hatten uns überlegt die Tische mit weißen Tischdecken einzudecken und wie es der Zufall wollte hatte Silkes Tante genau so viele im Schrank liegen, wie wir gebraucht haben. Und bei den Servietten wars ähnlich… die hat uns eine Freundin geliehen und wir konnten sie vorher schon falten…

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Ums rundrum rund zu bekommen haben wir uns noch in den Pomponfaltspaß gestürzt und weil ichs so schön fand (jetzt wirds krass) Papierrosetten gekauft. Nein nicht selbst gebastelt. Des war glaub aber auch das einzige was Dekomäßig gekauft wurde.
Alles zusammen hat es dann ein rundes Bild gegeben und ganz ehrlich ich hab mich schon beim machen aufs aufbauen und dekorieren gefreut. Während der Feier konnt ich mir ein innerliches Grinsen auch nicht verkneifen weils so schee war.
Eben genau unseres. Und genau das ist das einzig wichtige an solch einem Tag. Es muss für die passen, die heiraten.

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Ich kann nur für uns sprechen, die Pixelschubserin und die Bastelqueen, wir haben hinterher das Gefühl gehabt das wir alles so gemacht haben, wie wir es wollten. Und genau so hat sichs gut angefühlt.

Wir sind die Braut – Vom Atlas zur Deko

Da sich der Atlas ja schon eingeschlichen hat und fix klar war das wir damit dekorieren wollen kam es ganz bald dazu das ich die ersten Kusudamablüten ausprobiert habe.

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Und wie es oft so ist, beim Ausprobieren ist es nicht geblieben und soblad ich die Frau angefixt hatte waren wir im Atlasblütenproduktionsmodus. Isa, eine liebe Freundin ist netterweise mit auf den Atlasblütenfaltzug aufgesprungen und hat uns beim falten und kleben unterstützt.
So kamen nach und nach gute 280 Blüten untersichedlichster Größen zusammen.

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Und was wurde daraus?
So einiges.
Zum Einen war der Plan die Blüten für die Tischdeko zu nutzen, schlussendlich haben wir uns für kleine, selbst lackierte Glasfläschchen entschieden die wir mit eben diesen Blüten, etwas Kamille und Eukalyptus bestückt haben. Dazu gab es weiße Kerzen, die wir zum teil mit Inkagold bemalt haben. Väschen und Kerzen in Kupfer und Petrol, unseren Farben für die Hochzeit neben all dem Atlas…

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Zum anderen hab ich mal kurz die idee gehabt einen reinen Papierblütenbrautstrauß zu haben, die Idee wurde dann aber wieder verworfen (weil ich auch dachte, soviel Blüten mach ich nie dasses langt -pffz, Piefkaas). Aber klar, auch in unseren Brautsträußen wollten wir die Blümerl haben und in den Haarkranzerln, auf der Hocheitstorte und, und und und. Mehr dazu dann bald.

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