Wir sind die Braut – Mein Schultertuch

.. das es am Ende dann doch auf kein Hochzeitsfoto geschafft hat.

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Im Mai zu heiraten kann ja wettertechnisch alles heißen war so mein Gedanke. Grad auf dem Berg könnt es nochmal kalt werden und da wär ein Tuch eine Feine Sache.
Im Schrank hatte ich keines in passender Farbe, die Frau aber schon, also hab ich mir kurzerhand überlegt eines zu stricken. Aus Alpaka, Mohair und Seide, zweifädrig.

Schnell hab ich ein feines Lacetuch in quasi meinem Lieblingsmuster gefunden, gerade das Mittelstück hats mir sehr angetan.
Mit Hilfe der Frau, die das aufnehmen und Stricken der ersten Reihen übernommen hat (ich muss da einfach was erkennen können um zu stricken, das ist schwierig wenn man quasi in der Mitte mit nur 6 Maschen anfängt…) ging mir das Tuch ziemlich fix von der Hand, ich glaub in vier Wochen hatte ich es fertig. (Man muss ja zwischendurch auch arbeiten und irgendwelche Blumen basteln….)

Sprich im März, als es zum ersten Mal warm wurde hatte ich das Tuch von den Nadeln.
Der Mai kam und wurde kalt. Mit Schnee zwischendurch und überhaupt.
Die Idee mit dem Tuch war gut, aber nicht ausgereift.
So schön es an unserem Hochzeitstag wurde, es war auf dem Berg einfach zu kalt für nur das Tuch um die Schultern.
Ein paar Tage vorher hatte ich mir noch eine Spencerjacke passend zum Dirndl bestellt, von der ich gehofft hatte sie nicht zu brauchen… Was soll ich sagen. Ich hab sie gebraucht.

Rauf auf den Berg wars in der Früh echt noch frisch und runter auch. Dann kam die Sonne raus und hat sich den ganzen Tag gezeigt. Also Jacke aus.
Am Ende hatte ich das Tuch dann doch ganz kurz an, auf dem Weg (vielleicht 100 Meter) von daheim zur Kneipe in der wir gefeiert haben. Dort angekommen wars mir dann schon wieder zu warm und ich hab es abgelegt.
Also wirklich gebraucht hab ichs am Ende nicht.

So isses manchmal mit Plänen und Ideen, aber ich freu mich heute noch über das schöne Stück.
Und jetzt wo es kälter wird kann ich es auch einfach so nutzen.

Wir sind die Braut – Wohin mit der Eheurkunde

Eine Sache hat mich ein bissl beschäftigt im Kopf. Eigentlich packen alle die heiraten die Eheurkunde in das klassische Stammbuch. Das gibts entweder beim Standesamt oder eben auch bei einigen Händlern, dann meistens in schöner.
Kostet nicht wenig, hat seine ganz eigene Lochung (warum bitte?) und hat den Zweck das man da dann auch alle Geburtsurkunden der Kinder und so weiter reinpackt.
So. Überraschung, wir haben keine Kinder, wir leihen die nur manchmal aus (Patenkinder und Co). Also kommt in unser Stammbuch auch nicht groß was rein. Allein der Begriff der dort so oft in goldenen Lettern geprägt ist fühlte sich schon nicht stimmig an.

Also, nächste Überraschung – da kauf ma nix, da mach ma selber was.
Kurzerhand hab ich eine Mappe mit flexiblem Rücken gebunden, gelocht und ein Hutband durchgezogen um innen das was rein soll mit kleinen A5 Klarsichthüllen zusammen zu fassen.
Der vordere Deckel zeigt Schweden, da wo wir uns vor inzwischen 23 Jahren kennen gelernt haben – ja, wir waren jung aber damals nicht schon gleich ein Paar, das hat nochmal 7 Jahre gedauert – und der hintere Buchdeckel zeigt Europa und winzig klein im Atlantik die Azoren, der Ort mitten im nirgendwo wo mir meine Frau vor gut einem Jahr einen Heiratsantrag gemacht hat. In dieser Mappe ist jetzt eben die Eheurkunde und auch das was wir uns zur Trauung gesagt haben verschriftlicht. Mehr wird da nicht reinkommen.
Es ist gut wie es ist und es ist unseres. Und ich mags einfach.

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Wir sind die Braut – unser Hochzeitsauto

Ja und wie kommen wir hin zum Berg und zurück?
An unserem Hochzeitstag durfte es dann auch ein feines Auto sein. Und da glücklicherweise die Schwiegermutter eine gute alte Ente (ok, alt, des Ding ist 10 Jahre jünger als ich – hoppla) in der Garage stehen hat, war schnell klar, daß eben diese unser Hochzeitsauto sein soll.

Erst dacht ich nur an eine kleine „grod G’heirat“ Girlande im Heckfenster. Aber wies halt so ist, wenn frau einmal im Schwung ist… dann wird halt produziert.
Da wir eh für die Tischdeko einen Schwung Kamille und Eukalyptus bestellt hatten um das ganze auszuprobieren, hab ich kurzerhand getestet wie ma so eine Girlande bindet.
Im Internet hab ich eine Anleitung für eine Tischblumengirlande gefunden und mich daran orientiert. Nachdem klar war, daß es bindetechnisch funktioniert, hab ich mich ans herstellen einiger größerer Atlasblüten gemacht.
Weil ja nicht klar war wie das Wetter wird hab ich sie nachdem ich sie auf Kupferdraht montiert hatte einfach noch mit Klarlack lackiert, damit sie auch ein bischen Regen überstehen können.

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Die Girlande für die Hochzeit hab ich dann am Tag vor dem Fest mit dem was an Eukalyptus von der Tischdeko übrig blieb (und ein wenig Schleierkraut) auf eine dicke Kordel (vorn und hinten mit einem Band zum befestigen an den Außenspiegeln) gebunden und ein paar große geliehene Saugnäpfe versteckt mit reingebunden, die dem ganzen auf dem Auto mehr halt geben sollten.

Das anbringen auf dem Hochzeitsauto haben dan Schwiegermutter und Tante netterweise übernommen und das Auto auch innen noch sehr schön dekoriert.

Was soll ich sagen?

Zuviel des Guten kann manchmal wunderbar sein. (Ok das hat meine Frau hinterher gesagt)

Ich find es hat sich gelohnt sich die Arbeit noch zu machen (im offiellen Plan lag die Girlande als erstes auf der „wenns stressig wird dann nicht – Abschussliste“) und es hat auch wunderbar 30 Kilometer über Landstraße gehalten.
Welche Abschussliste? Unsere Dekoideen wurden ja mit der Zeit immer wilder. Bei allem was wir uns an Deko und Selbermachen vorgenommen hatten war eines immer klar… wenn es uns stresst dann werfen wir auch Pläne über Board. Denn eines war uns immer wichtig… die Hochzeitsvorbereitung soll uns Spaß machen und nicht in Stress ausarten. Des ganze ist sich gut ausgegangen.
Weil wir einfach auch Team Bastelqueen und Team Pixelschubserin sind. Und ich freu mir hinterher immer noch ein Loch ins Knie das alles was wir uns so ausgedacht haben (mit mehr oder weniger Planung und Improvisation) auch vorbereiten konnten um die Hochzeit zu unserem Fest zu machen.

Ein Hochzeitsauto für zig Euro hätten wir nicht gewollt. Dafür war es uns nicht wichtig genug. Aber so wie es sich ergeben hat wars einfach toll. Und da mein Anspruch bei der Girlande nicht Pomp und Perfektion, sondern einfach andivastyle war, hat es mich auch nicht weiter gestresst.

Wie sah es mit der Transportiererei bei euch aus? Auto? Roller? Radl? Alle Gäste in den Bus? Oder einfach per pedes?
Erzählt doch mal…

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Wir sind die Braut – Unsere Berghochzeit

Wie ihr habt auf dem Berg geheiratet, so richtig? – Ja das wurden wir jetzt öfters gefragt. Und Ja, das geht.
Da wir eine rein standesamtliche Trauung wollten und in den Bergen daheim sind#, war bald klar, wenns geht dann würden wir gern auf dem Berg heiraten. Zum Glück geht das hier bei uns ums Eck in den Ammergauer Alpen auf dem Hörnle.
Nach dem obligatorischen Anmeldepipapo im Standesamt daheim, hatten wir bald einen Termin in Bad Kohlgrub, bei einer wunderbaren und sehr herzlichen Standesbeamtin, mit der wir alle offenen Fragen klären konnten und die sich auch die Zeit nahm unsere persönliche Geschichte zu hören und eben in ihre Traurede einzubauen.

Da die Trauung unter freiem Himmel auf dem Hörnle nur stattfinden kann wenn es trocken ist und dies im Ernstfall auch erst am Morgen des Hochzeitstages entschieden wird, haben wir für uns entschieden das wir zur Trauung die Familie einladen und mit allen Gästen zusammen dann am Nachmittag feiern.
Hätte es geregnet, hätten wir auf ein sehr kleines Trauzimmer im Dorf ausweichen müssen und wir wollten niemanden im Regen stehen lassen.

Beim Frisör sitzend haben wir dan per Handy die Nachricht bekommen das wir auf jeden Fall die Trauung oben machen – das Wetter sah net so rosig aus, aber unsere Standesbeamtin war optimistisch. Und wir wirklich froh drum. Es blieb trocken und am End kam sogar die Sonne raus.

Also sind wir schon um halb 10 Unr morgens hochgegondelt – aufs Hörnle geht eine wunderbare nostalgische Schwebesesselbahn – um mit Frauzeugin, Ringmädchen und Fotografen vorher schon Bilder zu machen. Mit im Gepäck hatten wir ein handgebundenes Stammbuch (Logo mit eigenem Stempel und Atlas) zwei kleine handbezogene Flachmänner mit je einem Stamperl bestem Waldler, schließlich wollten wir zwei mit einem feinen Brand anstoßen und natürlichh auch Körbe mit Brotzeit.
Die Fahrt in der Schwebebahn war frisch, aber wunderbar. Es war einfach Zeit die wir zwei nur für uns hatten und das ist am Tag der Hochzeit was sehr wervolles um ein bissl runter zu kommen.

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Unsere Familien sind dann um kurz vor 11 Uhr oben gewesen, die Standesbeamtin hat den Berich ums Gipfelkreuz abgesperrt und die Trauung konnte beginnen. Es war… wunderbar. die so wichtige Unterschrift nach dem JA haben wir eben einfach auf einem Klemmbrettl geleistet. Es kann so einfach sein. Wie es so ist mit der ganzen Aufregung, ich kann mich nicht mehr an alles erinnern. Ist dann doch ein bissl wie ein Film. Aber das Gefühl im Bauch war toll und ist es immer noch. Und jetzt haben wir einen Ring am Finger…

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Weils der Wahnsinn eh schon seinen Lauf nahm im Vorfeld beim dekorieren haben wir für das Traubankerl natürlich eine kleine Atlasgirlande gestempelt…
Und als all das offizielle rum war haben wir natürlich angestoßen – mit feinem Bier und Radler für alle – logo selbstgelabelt. Was sonst. Und einem ganz kleinen Schluck Waldler für uns Bräute. So ein Ding für und von uns.
Ein paar Schnittlauchbrezen gabs für den kleinen Hunger und ein paar Parmesanschifferlplätzchen musst ich auch noch backen. Was willst machen.

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Frisch gestärkt gab es dann noch ein paar Familie -in allen Konstellationen- Fotos und wir sind gemeinsam wieder runtergegondelt um dann mit unserem tollen Hochzeitsauto wieder heimzudüsen und ganz kurz vor der Feier nochmal die Füße hochzulegen.

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Wir sind die Braut – Die Proseccobar

Weil der Sommer so wunderbar durchkommt und die einen oder anderen schon gefragt haben schmeiß ich jetzt mal die Proseccobar in die Runde.

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Wies halt so ist, Frau will auf ihrer Hochzeit was besonderes zu trinken, auf härteren Alkohol aber ganz bewusst verzichten, also haben wir uns für eine Proseccobar zum Sektempfang entschieden.
Der Plan war verschiedene Sirupsorten und verschiedene Beeren, Gurkenstücke und Co zum verfeinern des Proseccos zum selbstmixen anzubieten. Den Sekt selbst hat zu unserer Freude miene ehemals kleine (inzwischen dann doch echt große) Nachbarin übernommen.
Dekoriert war die Bar, Überraschung … natürlich mit Atlasschnickundschnack.
Wies so ist mit dem Wahnsinn, der seinen Lauf nahm, haben wir die Sirups für die Bar natürlich selbstgekocht.
Und weils jetzt die beste Jahreszeit ist sich einen fruchtigen Sirupvorrat zuzulegen hab ich hier nochmal alle Rezepte zusammengeschrieben. Also los gehts:

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Zwetschgensirup mit Thymian
• •650 g Pflaumen
• •4 Stiele Thymian
• •450 ml Wasser
• •450 g brauner Zucker
• •Zitronensaft

Die Pflaumen waschen und entsteinen, anschließend in Viertel schneiden.
Pflaumen, Zucker und Wasser in einen Topf geben, aufkochen und dann bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Immer mal wieder umrühren. Nun den Thymian waschen und ebenfalls in den Topf geben. Weitere 10 Minuten köcheln lassen.
Zum Schluss den Sirup durch ein feines Sieb gießen und in Flaschen abfüllen.

Zitronen-Rosmarin-Sirup
• 450 g Zucker
• 800 ml Wasser
• 6 Bio-Zitronen, abgeriebene Schale und Saft
• 80 g Rosmarinzweige
Zucker und Wasser in einen tiefen Topf geben und langsam erhitzen. Zitronen waschen, Schale abreiben und zusammen mit dem Saft und den gewaschenen Rosmarinzweigen hinzufügen und alles zugedeckt 1 Stunde lang köcheln lassen.
Alles abseihen und nochmal aufkochen, zum Konservieren heiß in Flaschen abfüllen.

Rhabarber-Vanille-Sirup
• 600 g Rhabarber
• 200 g Zucker
• 600 ml Wasser
• 1/2 Vanilleschote

Zubereitung
Rhabarber waschen, grob zerkleinern. Mit Zucker, ausgeschabtem Vanillemark und -schote und 600 ml Wasser ca. 10 Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb geben, aufgefangene Flüssigkeit einkochen lassen und heiß in Flaschen abfüllen.

Erdbeer-Minz-Sirup
• 500 g frische Erdbeeren
• 250 g Zucker
• 250 ml Wasser
• 1 Bund Minze
• 1 Zitrone
Die Erdbeeren waschen und klein schneiden. Die Zitrone heiß abwaschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Die Erdbeeren zusammen mit 250 ml Wasser, dem Zitronensaft und dem Zucker in einem Topf erhitzen. Die Minzblätter dazugeben und alles 10 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und ca. 2 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb streichen und kalt werden lassen oder zum Konservieren nochmal heiß aufkochen und in Flaschen abfüllen.

Und wie mischt man das Ganze? Zum Beispiel so:

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Zwetschge-Thymian-Sirup mit Thymian, Zitrone und Blaubeeren

Zitrone-Rosmarin-Sirup mit Rosmarin und Gurke

Rhabarber-Vanille-Sirup mit Melisse und Erdbeere

Erdbeer-Minz Sirup mit Minze und Erdbeeren

Holunderblütensirup mit Minze und Limette

Schmeckt natürlich alles auch alkoholfrei mit Wasser oder Tonic Water!

Und wie dengelt man so eine Proseccobar? Zum Beispiel so:

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Wir haben einen Biertisch mit einer großen weißen Tischdecke abgedeckt, zwei alte Holzbierkisten dienten als Regal und eine alte Zinkwanne mit Eis als Proseccokühlung.
Dekoriert mit Atlasgirlanden, dazu dann auch demnächst nochmal mehr, war das ganze eine runde Sache.
Die Sirupflaschen wurden von mir gelabelt, weil Atlas und wies halt so ist, die Früchte wurden geschnippelt und in Weckgläsern angerichtet.
Die vier Kräutertöpfe haben wir in Kupferfarbenes Papier gewickelt, so ergab sich ein feines einheitliches Bild und in den Töpfen sind auch wieder Atlasblüten aufgetaucht.
Nennt es Übersprungshandlung oder wie ihr wollt, natürlich gabs auch kleine und größere Piekser. Für die kleinen kann man wunderbar selbstgestanztes Herzkonfetti zum verschönern nutzen. Der Klebestift und ich wir waren echt gute Freunde.

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Noch fix eine Schere zum Kräuterschnibbeln angebunden und fertig ist die Proseccobar deluxe, die anscheinend keiner in vollem Betrieb fotografiert hat. So what.
Aber sowas von Mille Grazie allen die Fotos gemacht haben an unserem Hochzeitstag, ich selber kam jetzt nicht wirklich dazu. Drum veröffentliche ich hier die Bilder von Bettina und Christian.

Und jetzt? Genieß ich ein Glasl und geh dann ins Bett. Der Sirup hält sich in kleine Flaschen gefüllt nämlich wunderbar einige Zeit und die restlichen Kräuter sprießen jetzt im Garten.

Wir sind die Braut – Vom Atlas zur Deko

Da sich der Atlas ja schon eingeschlichen hat und fix klar war das wir damit dekorieren wollen kam es ganz bald dazu das ich die ersten Kusudamablüten ausprobiert habe.

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Und wie es oft so ist, beim Ausprobieren ist es nicht geblieben und soblad ich die Frau angefixt hatte waren wir im Atlasblütenproduktionsmodus. Isa, eine liebe Freundin ist netterweise mit auf den Atlasblütenfaltzug aufgesprungen und hat uns beim falten und kleben unterstützt.
So kamen nach und nach gute 280 Blüten untersichedlichster Größen zusammen.

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Und was wurde daraus?
So einiges.
Zum Einen war der Plan die Blüten für die Tischdeko zu nutzen, schlussendlich haben wir uns für kleine, selbst lackierte Glasfläschchen entschieden die wir mit eben diesen Blüten, etwas Kamille und Eukalyptus bestückt haben. Dazu gab es weiße Kerzen, die wir zum teil mit Inkagold bemalt haben. Väschen und Kerzen in Kupfer und Petrol, unseren Farben für die Hochzeit neben all dem Atlas…

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Zum anderen hab ich mal kurz die idee gehabt einen reinen Papierblütenbrautstrauß zu haben, die Idee wurde dann aber wieder verworfen (weil ich auch dachte, soviel Blüten mach ich nie dasses langt -pffz, Piefkaas). Aber klar, auch in unseren Brautsträußen wollten wir die Blümerl haben und in den Haarkranzerln, auf der Hocheitstorte und, und und und. Mehr dazu dann bald.

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Wir sind die Braut – Die Einladungen

So, jetzt mal von Anfang an.
Von A wie Einladung bis Z wie Proseccobar…

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Kurz nach dem Heiratsantrag haben wir erst mal gemeinsam überlegt wie und ob wir eigentlich feiern wollen…
Als die Entscheidung gefallen war ging es erst mal um die Einladungen.
Uns war schnell klar, das wir eine Hochzeit mit viel eigener Deko möchten, weils einfach unser Ding ist und weil ich meinem Handwerkswahn freien Lauf lassen konnte (Die Frau war aber basteltechnisch mit im Boot und hat auch alles mitentschieden, nicht das Gerüchte entstehen).

Weil sich fix rauskristalisiert hat, das wir auf jeden Fall mit Atlas dekorieren wollen (ist hier in Mengen vorrätig, perfektes upcycling, unser Ding) und das gemeinsame Reisen schon von Anfang an unser Thema war – wir haben uns auf einer Reise in Schweden kennen gelernt und sind auf einer Reise in Frankreich zusammen gekommen – lag es nahe eben genau mit Atlas zu dekorieren.
Das kleine Boot war schnell mit von der Partie, ist es doch Symbol fürs Reisen, Gemeinsamkeit ….

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Also haben wir uns an die Einladungen gesetzt.
Grundlage war Aquarellpapier, bemalt in wilden Blautönen füs Wasser, fürs Meer das wir sehr lieben.
Den Stempel mit dem Boot und Einladung hab ich fix geschnitzt und auf transparentes Architektenpapier gestempelt. Das funktioniert mit ölhaltigen Stempelfarben sehr gut. Um ein wenig den Atlas schon zum Einsatz zu bringen haben wir ausgestanzte Konfettiherzen eingenäht, mit der Nähmaschine gings ruckzuck.

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Logo, wir stanzen unser Konfetti selbst- ihr seht der Wahnsinn nahm schon hier seinen Lauf.
Der Text innen war gedruckt, unterschrieben haben wir natürlich schon.
Die Kuverts haben wir dann auch noch mit Atlasblättern gefüttert, das ging auch ohne Probleme, einfach einen Umschlag demontieren, Innenleben abpausen, übertragen, ausschneiden und in die Umschläge einkleben.
Macht einfach was her und hab ich mir ehrlich gesagt bei meiner Schwester gespickt, die ihre Umschläge damals auch innen verschönert hat.

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Ganz ehrlich gesagt ist sowas alles bei 1x kein Großer Aufwand, bei 25 handgepinselten, handgestempelten, handgenähten Karten dann schon. Aber Frau heiratet ja nur einmal.

So, ich schmeiß mich mal wieder in den Alltag aber bald gibts mehr vom Hochzeitsdrumrum..

Wir sind die Braut

Nach Monaten der Vorbereitung, des Planes, des Deko bastelns, der Pixelschubserei und Vorfreude war es vor 10 Tagen dann soweit und wir haben auf dem Hörnle in Bad Kohlgrub standesamtlich im Dirndl geheiratet.

Über eine Woche ist unsere Hochzeit und unser tolles Fest nun schon vorbei… So langsam ist die Deko verschenkt oder verstaut, die Tischwäsche gewaschen, sind die vielen Geschenke ausgepackt und erste Fotos gesichtet. Es war so ein schöner Tag, und wir stecken noch voll in der Erinnerungsschleife fest!

Die Trauung auf dem Berg war so, so schön. Wir hatten die herzlichste Standesbeamtin die man sich nur vorstellen kann, die unsere Trauung so persönlich gemacht hat und auch alle Zeit der Welt mitgebracht hat.
Unsere Familien waren mit auf dem Berg und im kleinen Kreis haben wir uns mit persönlichen Worten das Ja – Wort gegeben.

So ist jetzt der perfekte Augenblick um endlich mal wieder was von mir hören zu lassen. Ich lass euch ein paar Bilder da, die, finde ich, für sich sprechen. Und ich hab schwer vor, hier mal wieder öfter vorbei zu schauen und euch all unseren Dekowerkstattwahnsinn der letzten Monate bis zum fertig selbst dekorierten Fest zu zeigen.
Seid ihr dabei?

Alle Bilder hier sind von unserem Fotografen Dominik Roessler, der die ganze Trauung und auch uns vorher wunderbar eingefangen hat. Vielen Dank dafür Dominik, es war uns ein Fest!
(und wer weiß wie ungern ich vor der Kamera steh, ich hab mich den ganzen Hocheitstag so wohl und daheim gefühlt!)

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Wie jeden Freitag seit gefühlten hundert Jahren gibts auch heute wieder Fisch.
Frisch in Ton gestempelter Hai von Antonia, der kleinen Künstlerin in einer Schmuckschale.
Ich finde den Hai nach wie vor immer noch den absoluten Knaller. Vor kurzem hab ich den Ofen ausgeräumt und einen ganzen Schwung Ringschalen rausgefischt, die zum großen Teil schon im Laden zu haben sind.
Dieses besondere Schälchen ist zur Urheberin des Fisches gezogen. Junge Mädels haben immer Schmuck den sie unterbringen müssen…

Und bei euch so? Wer mag kann seinen Fisch gern wieder mit einem Kommentar verlinken.
Genießt das Wochenende und bis bald.
Mein Rechner muss jetzt erst mal zur Reperatur, sollte nächste Woche kein Fisch schwimmen, muss sich also keiner wundern…

Vom Glück – Hochzeit in Köln

Lang schon hab ich nicht mehr wirklich viel geschrieben .. aber heut möcht ich endlich ein paar Bilder zeigen die mir sehr am Herzen liegen…

Anfang Oktober hab ich Ingrid und Johannes auf ihrer Hochzeit begleiten dürfen…
Vom Standesamt über die Rheinschifffahrt bis abends in einem tollen Restaurant war ich mit dabei und hab das ganze fotografisch begleiten dürfen.

Die Bilderkiste ist vor kurzem schon nach Köln gereist und gut angekommen…
Kürzlich aktualisiert

Mit allen großen und kleinen Geschichten, mit Schlüsselsuche und massig Leuten auf der Domplatte (und trotzdem einem Bild ohne diese) mit einem Unikat als Standesbeamten, mit ohne Seifenblasen vorm Rathaus.. (der Marmorboden und waah – wie auch immer, darf ma nicht) mit einem tollen Ständchen von einem reisenden Chor, mit vielen Gästen und dann auch weniger, mit hüpfendem Brautpaar und Gästen, mit Konzert vom Bräutigam und den Papa anhimmelnder Tochter, mit Freunden und Familie, mit Kaffeeradl und Kölner Spezialitäten, mit Hochzeitstorte und ganz viel Liebe… … rundum es war ein toller Tag.

Bilderflut. Jetzt.

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Es war mir ein Vergnügen ihr Lieben.
Ich wünsch euch nur das Beste. (Und einen Ersatzschlüssel für den Ernstfall). Und wenns brennt, ruft meine Schwester an … die organisiert dann wenns is 🙂