Wir sind die Braut – unser Hochzeitsauto

Ja und wie kommen wir hin zum Berg und zurück?
An unserem Hochzeitstag durfte es dann auch ein feines Auto sein. Und da glücklicherweise die Schwiegermutter eine gute alte Ente (ok, alt, des Ding ist 10 Jahre jünger als ich – hoppla) in der Garage stehen hat, war schnell klar, daß eben diese unser Hochzeitsauto sein soll.

Erst dacht ich nur an eine kleine „grod G’heirat“ Girlande im Heckfenster. Aber wies halt so ist, wenn frau einmal im Schwung ist… dann wird halt produziert.
Da wir eh für die Tischdeko einen Schwung Kamille und Eukalyptus bestellt hatten um das ganze auszuprobieren, hab ich kurzerhand getestet wie ma so eine Girlande bindet.
Im Internet hab ich eine Anleitung für eine Tischblumengirlande gefunden und mich daran orientiert. Nachdem klar war, daß es bindetechnisch funktioniert, hab ich mich ans herstellen einiger größerer Atlasblüten gemacht.
Weil ja nicht klar war wie das Wetter wird hab ich sie nachdem ich sie auf Kupferdraht montiert hatte einfach noch mit Klarlack lackiert, damit sie auch ein bischen Regen überstehen können.

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Die Girlande für die Hochzeit hab ich dann am Tag vor dem Fest mit dem was an Eukalyptus von der Tischdeko übrig blieb (und ein wenig Schleierkraut) auf eine dicke Kordel (vorn und hinten mit einem Band zum befestigen an den Außenspiegeln) gebunden und ein paar große geliehene Saugnäpfe versteckt mit reingebunden, die dem ganzen auf dem Auto mehr halt geben sollten.

Das anbringen auf dem Hochzeitsauto haben dan Schwiegermutter und Tante netterweise übernommen und das Auto auch innen noch sehr schön dekoriert.

Was soll ich sagen?

Zuviel des Guten kann manchmal wunderbar sein. (Ok das hat meine Frau hinterher gesagt)

Ich find es hat sich gelohnt sich die Arbeit noch zu machen (im offiellen Plan lag die Girlande als erstes auf der „wenns stressig wird dann nicht – Abschussliste“) und es hat auch wunderbar 30 Kilometer über Landstraße gehalten.
Welche Abschussliste? Unsere Dekoideen wurden ja mit der Zeit immer wilder. Bei allem was wir uns an Deko und Selbermachen vorgenommen hatten war eines immer klar… wenn es uns stresst dann werfen wir auch Pläne über Board. Denn eines war uns immer wichtig… die Hochzeitsvorbereitung soll uns Spaß machen und nicht in Stress ausarten. Des ganze ist sich gut ausgegangen.
Weil wir einfach auch Team Bastelqueen und Team Pixelschubserin sind. Und ich freu mir hinterher immer noch ein Loch ins Knie das alles was wir uns so ausgedacht haben (mit mehr oder weniger Planung und Improvisation) auch vorbereiten konnten um die Hochzeit zu unserem Fest zu machen.

Ein Hochzeitsauto für zig Euro hätten wir nicht gewollt. Dafür war es uns nicht wichtig genug. Aber so wie es sich ergeben hat wars einfach toll. Und da mein Anspruch bei der Girlande nicht Pomp und Perfektion, sondern einfach andivastyle war, hat es mich auch nicht weiter gestresst.

Wie sah es mit der Transportiererei bei euch aus? Auto? Roller? Radl? Alle Gäste in den Bus? Oder einfach per pedes?
Erzählt doch mal…

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Wir sind die Braut – Unsere Berghochzeit

Wie ihr habt auf dem Berg geheiratet, so richtig? – Ja das wurden wir jetzt öfters gefragt. Und Ja, das geht.
Da wir eine rein standesamtliche Trauung wollten und in den Bergen daheim sind#, war bald klar, wenns geht dann würden wir gern auf dem Berg heiraten. Zum Glück geht das hier bei uns ums Eck in den Ammergauer Alpen auf dem Hörnle.
Nach dem obligatorischen Anmeldepipapo im Standesamt daheim, hatten wir bald einen Termin in Bad Kohlgrub, bei einer wunderbaren und sehr herzlichen Standesbeamtin, mit der wir alle offenen Fragen klären konnten und die sich auch die Zeit nahm unsere persönliche Geschichte zu hören und eben in ihre Traurede einzubauen.

Da die Trauung unter freiem Himmel auf dem Hörnle nur stattfinden kann wenn es trocken ist und dies im Ernstfall auch erst am Morgen des Hochzeitstages entschieden wird, haben wir für uns entschieden das wir zur Trauung die Familie einladen und mit allen Gästen zusammen dann am Nachmittag feiern.
Hätte es geregnet, hätten wir auf ein sehr kleines Trauzimmer im Dorf ausweichen müssen und wir wollten niemanden im Regen stehen lassen.

Beim Frisör sitzend haben wir dan per Handy die Nachricht bekommen das wir auf jeden Fall die Trauung oben machen – das Wetter sah net so rosig aus, aber unsere Standesbeamtin war optimistisch. Und wir wirklich froh drum. Es blieb trocken und am End kam sogar die Sonne raus.

Also sind wir schon um halb 10 Unr morgens hochgegondelt – aufs Hörnle geht eine wunderbare nostalgische Schwebesesselbahn – um mit Frauzeugin, Ringmädchen und Fotografen vorher schon Bilder zu machen. Mit im Gepäck hatten wir ein handgebundenes Stammbuch (Logo mit eigenem Stempel und Atlas) zwei kleine handbezogene Flachmänner mit je einem Stamperl bestem Waldler, schließlich wollten wir zwei mit einem feinen Brand anstoßen und natürlichh auch Körbe mit Brotzeit.
Die Fahrt in der Schwebebahn war frisch, aber wunderbar. Es war einfach Zeit die wir zwei nur für uns hatten und das ist am Tag der Hochzeit was sehr wervolles um ein bissl runter zu kommen.

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Unsere Familien sind dann um kurz vor 11 Uhr oben gewesen, die Standesbeamtin hat den Berich ums Gipfelkreuz abgesperrt und die Trauung konnte beginnen. Es war… wunderbar. die so wichtige Unterschrift nach dem JA haben wir eben einfach auf einem Klemmbrettl geleistet. Es kann so einfach sein. Wie es so ist mit der ganzen Aufregung, ich kann mich nicht mehr an alles erinnern. Ist dann doch ein bissl wie ein Film. Aber das Gefühl im Bauch war toll und ist es immer noch. Und jetzt haben wir einen Ring am Finger…

Ringe

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Weils der Wahnsinn eh schon seinen Lauf nahm im Vorfeld beim dekorieren haben wir für das Traubankerl natürlich eine kleine Atlasgirlande gestempelt…
Und als all das offizielle rum war haben wir natürlich angestoßen – mit feinem Bier und Radler für alle – logo selbstgelabelt. Was sonst. Und einem ganz kleinen Schluck Waldler für uns Bräute. So ein Ding für und von uns.
Ein paar Schnittlauchbrezen gabs für den kleinen Hunger und ein paar Parmesanschifferlplätzchen musst ich auch noch backen. Was willst machen.

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Frisch gestärkt gab es dann noch ein paar Familie -in allen Konstellationen- Fotos und wir sind gemeinsam wieder runtergegondelt um dann mit unserem tollen Hochzeitsauto wieder heimzudüsen und ganz kurz vor der Feier nochmal die Füße hochzulegen.

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Wir sind die Braut – Wer sitzt eigentlich wo?

Eine Frage die wir uns wahrscheinlich genauso gestellt haben wie alle anderen Brautpaare auch.
Da es nicht die superduper 8er Tafeln im Schlosspalais gab sondern eben Kneipentische in diversen Größen, wie es sich für eine alte Kneipe eben gehört wurd es ein bissl knifflig. Die Familie haben wir kurzerhand an einen langen Tisch gebracht, ein bissl rein- und rausgekraxel war es zwischendurch zwar, aber hey, so alt sind wir ja noch nicht, sowas geht schon.

Und dann kam der Rest der Gesellschaft, alles Freunde, einige mit 2, 3, 4 Kindern, einige die sich kennen oder eben nicht. Und weils da eben größere Familien gab, die quasi allein schon einen Tisch gefüllt hätten (und so ja auch daheim immer hocken und damit niemand anderes mehr dabei gesessen wäre) haben wir kurzerhand für die älteren Kinder einen Kindertisch organisiert. Der war super, die Kids ham sich selbst organisiert und was die Getränke anging hatten die Servicemädels da ein gutes Auge drauf, das nicht 10 angetrunkene Gläser übrig sind z.B.

Die übrigen Gäste haben wir ein bissl gemischt, Leut die sich kannten und ewig nicht mehr gesehen haben, Leut die sich nicht kannten und von denen wir dachten das sie einen netten Ratsch haben könnten und so weiter.

Damit jeder seinen Platz findet gabs eine olle lackierte Backform mit einer Weltkugel drin und kleinen Hinweisschildern wo man seinen Platz finden konnte.

Namenstafel

Auf den Tischen steckten in den Blumenväschen die verschiedenen Orte oder Länder (welche wir bereist haben), die wir statt Tischnummern ausgewählt hatten, einfach weil uns Orte und Länder mehr bedeuten als schnöde Nummern.

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Und an seinem Platz hat jeder Gast seinen Namen gefunden.
Wieder so eine Sache die ein bissl basteleskaliert ist 🙂

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Die Namen haben wir kurzerhand auf die Gastgeschenke gepackt, einfache mit Atlas verkleidete Streichholzschachteln (falls wer Streichhölzer braucht – bitte melden, hier wären ein paar über), die wir mit Brauseherzen gefüllt haben. So hatten wir auch kleine Gastgeschenke. In meinem Produktionswahn hab ich irgendwann im Winter mal angefangen auszuprobieren wie solche filigranen bunten Drahtherzen funktionieren – mit Nagellack nämlich. Also war fix klar, die müssen auch noch sein. Es fügt sich eins zum anderen. Wie es oft so ist – Eins ist keins, aber mach mal zweihundert Nagellackherzen – da bist dann schon beschäftigt. Egal, wollten wir so und Spaß hat es auch noch gemacht.

Gastgeschenk

Und weils so schön ist wenn sich die Leut auf einer Hochzeit dann auch mal mit anderen unterhalten, die sie vielleicht noch gar nicht kennen (und am End zum Beispiel so nette Geschichten dabei rauskommen wie ein gemeinsamer Standuppaddeltag, weil eben die eine Freundin der anderen davon erzählt hat und man das ganze dann kurz drauf gemeinsam ausprobiert hat) haben wir noch ein Memory drucken lassen – mit lauter Selfies von uns aus 15 Jahren gemeinsamen Erlebnissen.

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Diese haben wir wild auf den Plätzen unserer Gäste verteilt und jeder Gast durfte seinen Buddy/ sein Match finden um gemeinsam ein Foto in der Fotobox zu machen. Wir freuen uns immer noch wie wild über all die lustigen Bilder und netten Erinnerungen – so schön wenn auch alle mitmachen.
Und wir haben ein cooles Memory mit ganz vielen Bildern aus unserer Gemeinsamen Zeit. Lustigerweise haben wir schon Selfies, früher auch noch analog, gemacht da gabs noch kein Insta und den Begriff quasi auch noch nicht.

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Wir sind die Braut – die Raumdeko

Wenn man das Glück hat sich raumdekotechnisch voll austoben zu können und auch noch ein Haufen Atlanten zum verwurschten vorhanden sind, dann bietet sichs an, erstmal Girlanden zu nähen.
Also wild losgestanzt mit zwei unterschiedlichen Kreisstanzern und ein bissl Kupferfolie zusätzlich zum Atlas (Kupfer war unsere ergänzende Farbe zum Atlas, für ein bischen Glitzer) und dann ab damit durch die Nähmaschine. Immer 20 Meter auf Baumwollgarn im Zickzackstich, das geht echt fix wenn man sich einen Abstand merkt und wird recht gleichmäßig, aber trotzdem spannend, weil ja das Atlaspapier recht abwechslungsreich ist. Aufgewickelt auf dicke Pappen lassen sich die Girlanden super lagern.

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Am End (oh mei, es könnt ja nicht langen) waren wir dann bei gut über 100 Metern. Sag mas wies is.. 70 hätten auch gereicht.
Aber mei.

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Und weils so schön war und ja immer noch Atlas übrig (fragt nicht!) hab ich dann nochmal fix an einem Nachmittag ein paar/80 Atlasherzerln getackert und auf Garn aufgefädelt. Weil kann man sicher auch noch brauchen. Haben wir auch untergebracht…

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Es ist manchmal einfach Glück im richtigen Moment, wir hatten uns überlegt die Tische mit weißen Tischdecken einzudecken und wie es der Zufall wollte hatte Silkes Tante genau so viele im Schrank liegen, wie wir gebraucht haben. Und bei den Servietten wars ähnlich… die hat uns eine Freundin geliehen und wir konnten sie vorher schon falten…

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Ums rundrum rund zu bekommen haben wir uns noch in den Pomponfaltspaß gestürzt und weil ichs so schön fand (jetzt wirds krass) Papierrosetten gekauft. Nein nicht selbst gebastelt. Des war glaub aber auch das einzige was Dekomäßig gekauft wurde.
Alles zusammen hat es dann ein rundes Bild gegeben und ganz ehrlich ich hab mich schon beim machen aufs aufbauen und dekorieren gefreut. Während der Feier konnt ich mir ein innerliches Grinsen auch nicht verkneifen weils so schee war.
Eben genau unseres. Und genau das ist das einzig wichtige an solch einem Tag. Es muss für die passen, die heiraten.

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Ich kann nur für uns sprechen, die Pixelschubserin und die Bastelqueen, wir haben hinterher das Gefühl gehabt das wir alles so gemacht haben, wie wir es wollten. Und genau so hat sichs gut angefühlt.

Wir sind die Braut – Die Proseccobar

Weil der Sommer so wunderbar durchkommt und die einen oder anderen schon gefragt haben schmeiß ich jetzt mal die Proseccobar in die Runde.

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Wies halt so ist, Frau will auf ihrer Hochzeit was besonderes zu trinken, auf härteren Alkohol aber ganz bewusst verzichten, also haben wir uns für eine Proseccobar zum Sektempfang entschieden.
Der Plan war verschiedene Sirupsorten und verschiedene Beeren, Gurkenstücke und Co zum verfeinern des Proseccos zum selbstmixen anzubieten. Den Sekt selbst hat zu unserer Freude miene ehemals kleine (inzwischen dann doch echt große) Nachbarin übernommen.
Dekoriert war die Bar, Überraschung … natürlich mit Atlasschnickundschnack.
Wies so ist mit dem Wahnsinn, der seinen Lauf nahm, haben wir die Sirups für die Bar natürlich selbstgekocht.
Und weils jetzt die beste Jahreszeit ist sich einen fruchtigen Sirupvorrat zuzulegen hab ich hier nochmal alle Rezepte zusammengeschrieben. Also los gehts:

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Zwetschgensirup mit Thymian
• •650 g Pflaumen
• •4 Stiele Thymian
• •450 ml Wasser
• •450 g brauner Zucker
• •Zitronensaft

Die Pflaumen waschen und entsteinen, anschließend in Viertel schneiden.
Pflaumen, Zucker und Wasser in einen Topf geben, aufkochen und dann bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Immer mal wieder umrühren. Nun den Thymian waschen und ebenfalls in den Topf geben. Weitere 10 Minuten köcheln lassen.
Zum Schluss den Sirup durch ein feines Sieb gießen und in Flaschen abfüllen.

Zitronen-Rosmarin-Sirup
• 450 g Zucker
• 800 ml Wasser
• 6 Bio-Zitronen, abgeriebene Schale und Saft
• 80 g Rosmarinzweige
Zucker und Wasser in einen tiefen Topf geben und langsam erhitzen. Zitronen waschen, Schale abreiben und zusammen mit dem Saft und den gewaschenen Rosmarinzweigen hinzufügen und alles zugedeckt 1 Stunde lang köcheln lassen.
Alles abseihen und nochmal aufkochen, zum Konservieren heiß in Flaschen abfüllen.

Rhabarber-Vanille-Sirup
• 600 g Rhabarber
• 200 g Zucker
• 600 ml Wasser
• 1/2 Vanilleschote

Zubereitung
Rhabarber waschen, grob zerkleinern. Mit Zucker, ausgeschabtem Vanillemark und -schote und 600 ml Wasser ca. 10 Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb geben, aufgefangene Flüssigkeit einkochen lassen und heiß in Flaschen abfüllen.

Erdbeer-Minz-Sirup
• 500 g frische Erdbeeren
• 250 g Zucker
• 250 ml Wasser
• 1 Bund Minze
• 1 Zitrone
Die Erdbeeren waschen und klein schneiden. Die Zitrone heiß abwaschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Die Erdbeeren zusammen mit 250 ml Wasser, dem Zitronensaft und dem Zucker in einem Topf erhitzen. Die Minzblätter dazugeben und alles 10 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und ca. 2 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb streichen und kalt werden lassen oder zum Konservieren nochmal heiß aufkochen und in Flaschen abfüllen.

Und wie mischt man das Ganze? Zum Beispiel so:

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Zwetschge-Thymian-Sirup mit Thymian, Zitrone und Blaubeeren

Zitrone-Rosmarin-Sirup mit Rosmarin und Gurke

Rhabarber-Vanille-Sirup mit Melisse und Erdbeere

Erdbeer-Minz Sirup mit Minze und Erdbeeren

Holunderblütensirup mit Minze und Limette

Schmeckt natürlich alles auch alkoholfrei mit Wasser oder Tonic Water!

Und wie dengelt man so eine Proseccobar? Zum Beispiel so:

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Wir haben einen Biertisch mit einer großen weißen Tischdecke abgedeckt, zwei alte Holzbierkisten dienten als Regal und eine alte Zinkwanne mit Eis als Proseccokühlung.
Dekoriert mit Atlasgirlanden, dazu dann auch demnächst nochmal mehr, war das ganze eine runde Sache.
Die Sirupflaschen wurden von mir gelabelt, weil Atlas und wies halt so ist, die Früchte wurden geschnippelt und in Weckgläsern angerichtet.
Die vier Kräutertöpfe haben wir in Kupferfarbenes Papier gewickelt, so ergab sich ein feines einheitliches Bild und in den Töpfen sind auch wieder Atlasblüten aufgetaucht.
Nennt es Übersprungshandlung oder wie ihr wollt, natürlich gabs auch kleine und größere Piekser. Für die kleinen kann man wunderbar selbstgestanztes Herzkonfetti zum verschönern nutzen. Der Klebestift und ich wir waren echt gute Freunde.

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Noch fix eine Schere zum Kräuterschnibbeln angebunden und fertig ist die Proseccobar deluxe, die anscheinend keiner in vollem Betrieb fotografiert hat. So what.
Aber sowas von Mille Grazie allen die Fotos gemacht haben an unserem Hochzeitstag, ich selber kam jetzt nicht wirklich dazu. Drum veröffentliche ich hier die Bilder von Bettina und Christian.

Und jetzt? Genieß ich ein Glasl und geh dann ins Bett. Der Sirup hält sich in kleine Flaschen gefüllt nämlich wunderbar einige Zeit und die restlichen Kräuter sprießen jetzt im Garten.

Wir sind die Braut – Vom Atlas zur Deko

Da sich der Atlas ja schon eingeschlichen hat und fix klar war das wir damit dekorieren wollen kam es ganz bald dazu das ich die ersten Kusudamablüten ausprobiert habe.

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Und wie es oft so ist, beim Ausprobieren ist es nicht geblieben und soblad ich die Frau angefixt hatte waren wir im Atlasblütenproduktionsmodus. Isa, eine liebe Freundin ist netterweise mit auf den Atlasblütenfaltzug aufgesprungen und hat uns beim falten und kleben unterstützt.
So kamen nach und nach gute 280 Blüten untersichedlichster Größen zusammen.

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Und was wurde daraus?
So einiges.
Zum Einen war der Plan die Blüten für die Tischdeko zu nutzen, schlussendlich haben wir uns für kleine, selbst lackierte Glasfläschchen entschieden die wir mit eben diesen Blüten, etwas Kamille und Eukalyptus bestückt haben. Dazu gab es weiße Kerzen, die wir zum teil mit Inkagold bemalt haben. Väschen und Kerzen in Kupfer und Petrol, unseren Farben für die Hochzeit neben all dem Atlas…

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Zum anderen hab ich mal kurz die idee gehabt einen reinen Papierblütenbrautstrauß zu haben, die Idee wurde dann aber wieder verworfen (weil ich auch dachte, soviel Blüten mach ich nie dasses langt -pffz, Piefkaas). Aber klar, auch in unseren Brautsträußen wollten wir die Blümerl haben und in den Haarkranzerln, auf der Hocheitstorte und, und und und. Mehr dazu dann bald.

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Wir sind die Braut – Die Einladungen

So, jetzt mal von Anfang an.
Von A wie Einladung bis Z wie Proseccobar…

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Kurz nach dem Heiratsantrag haben wir erst mal gemeinsam überlegt wie und ob wir eigentlich feiern wollen…
Als die Entscheidung gefallen war ging es erst mal um die Einladungen.
Uns war schnell klar, das wir eine Hochzeit mit viel eigener Deko möchten, weils einfach unser Ding ist und weil ich meinem Handwerkswahn freien Lauf lassen konnte (Die Frau war aber basteltechnisch mit im Boot und hat auch alles mitentschieden, nicht das Gerüchte entstehen).

Weil sich fix rauskristalisiert hat, das wir auf jeden Fall mit Atlas dekorieren wollen (ist hier in Mengen vorrätig, perfektes upcycling, unser Ding) und das gemeinsame Reisen schon von Anfang an unser Thema war – wir haben uns auf einer Reise in Schweden kennen gelernt und sind auf einer Reise in Frankreich zusammen gekommen – lag es nahe eben genau mit Atlas zu dekorieren.
Das kleine Boot war schnell mit von der Partie, ist es doch Symbol fürs Reisen, Gemeinsamkeit ….

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Also haben wir uns an die Einladungen gesetzt.
Grundlage war Aquarellpapier, bemalt in wilden Blautönen füs Wasser, fürs Meer das wir sehr lieben.
Den Stempel mit dem Boot und Einladung hab ich fix geschnitzt und auf transparentes Architektenpapier gestempelt. Das funktioniert mit ölhaltigen Stempelfarben sehr gut. Um ein wenig den Atlas schon zum Einsatz zu bringen haben wir ausgestanzte Konfettiherzen eingenäht, mit der Nähmaschine gings ruckzuck.

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Logo, wir stanzen unser Konfetti selbst- ihr seht der Wahnsinn nahm schon hier seinen Lauf.
Der Text innen war gedruckt, unterschrieben haben wir natürlich schon.
Die Kuverts haben wir dann auch noch mit Atlasblättern gefüttert, das ging auch ohne Probleme, einfach einen Umschlag demontieren, Innenleben abpausen, übertragen, ausschneiden und in die Umschläge einkleben.
Macht einfach was her und hab ich mir ehrlich gesagt bei meiner Schwester gespickt, die ihre Umschläge damals auch innen verschönert hat.

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Ganz ehrlich gesagt ist sowas alles bei 1x kein Großer Aufwand, bei 25 handgepinselten, handgestempelten, handgenähten Karten dann schon. Aber Frau heiratet ja nur einmal.

So, ich schmeiß mich mal wieder in den Alltag aber bald gibts mehr vom Hochzeitsdrumrum..

Nach und nach…

füllt sich mein Laden wieder.

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Mit feinen neuen Ringschalen, Seifenschalen, Hochzeitskarten und Co. Mit dem was grad leicht geht.
Die Stempel müssen noch ein bissl warten, mal schauen wie lang. Sollts aber doch mal ganz dringend einen Stempel brauchen, kannst du dich gern einfach bei mir melden und ich schau wie ich die Stempelschnitzerei unterkriege.

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Warum war der eigentlich zu, der Laden?
Klar Frage, klare Antwort. Durch meine Praxiseröffnung im September war dann doch auf einen Schlag viel zu tun. Drum hab ich mir eine Shoppause gegönnt.
Weil es aber für mich ohne Handwerk nicht wirklich geht, sprich ich einfach gern Dinge schaffe und mir das werkeln gut tut, gehts jetzt wieder weiter.
Erst mal mit Dingen die da sind. Weil sich der Einstieg damit leichter gestaltet. Und weil ich erst mal schauen muss wie sich der Laden und die eigene Praxis so miteinander organisieren lassen. Aber probieren mag ichs.

Drum gerne hereinspaziert wenn ihr mögt. So nach und nach kommt auch noch einiges dazu.

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Vom Glück – Hochzeit in Köln

Lang schon hab ich nicht mehr wirklich viel geschrieben .. aber heut möcht ich endlich ein paar Bilder zeigen die mir sehr am Herzen liegen…

Anfang Oktober hab ich Ingrid und Johannes auf ihrer Hochzeit begleiten dürfen…
Vom Standesamt über die Rheinschifffahrt bis abends in einem tollen Restaurant war ich mit dabei und hab das ganze fotografisch begleiten dürfen.

Die Bilderkiste ist vor kurzem schon nach Köln gereist und gut angekommen…
Kürzlich aktualisiert

Mit allen großen und kleinen Geschichten, mit Schlüsselsuche und massig Leuten auf der Domplatte (und trotzdem einem Bild ohne diese) mit einem Unikat als Standesbeamten, mit ohne Seifenblasen vorm Rathaus.. (der Marmorboden und waah – wie auch immer, darf ma nicht) mit einem tollen Ständchen von einem reisenden Chor, mit vielen Gästen und dann auch weniger, mit hüpfendem Brautpaar und Gästen, mit Konzert vom Bräutigam und den Papa anhimmelnder Tochter, mit Freunden und Familie, mit Kaffeeradl und Kölner Spezialitäten, mit Hochzeitstorte und ganz viel Liebe… … rundum es war ein toller Tag.

Bilderflut. Jetzt.

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Es war mir ein Vergnügen ihr Lieben.
Ich wünsch euch nur das Beste. (Und einen Ersatzschlüssel für den Ernstfall). Und wenns brennt, ruft meine Schwester an … die organisiert dann wenns is 🙂

Ein Rezeptbuch fürs Brautpaar

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Nicht nur wir haben eine Form von Gästebuch für die Londoner Hochzeit gestaltet,
auch die Trauzeugin meiner Schwester hatte eine tolle Idee.
Von allen Gästen wurden Rezepte gesammelt, diese dann in Form gebracht und einseitig gedruckt.
Der Inhalt kam kurz vor der Hochzeit bei mir an und ich habe das ganze zu einem Buch mit Buchschrauben gebunden um allem einen Rahmen zu geben.

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Die Brautjungfern meiner Schwester haben sich dann auf der Hochzeit selbst aufgemacht, alle Gäste mit einer kleinen Polaroidkamera zu fotografieren, ihnen Stifte in die Hand zu drücken und den Gästen so die Möglichkeit zu geben noch ein paar persönliche Worte zu hinterlassen.
Ich finde die Idee ganz wunderbar, so hat das Brautpaar nicht nur ein Gästebuch, sondern ein bunt gemischtes Kochbuch von allen Gästen bekommen, und so schauen sie garantiert öfter als ein Mal rein.

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Und so kommts das man sogar im Impressum erscheint 🙂